Teilnahme am Lohhofer Osterlauf 2012

Liebe Lauffreunde,

es war zwar noch nicht Ostern, aber fast. Vor den Feiertagen passte mir dieser zur Abwechslung einmal normale 10Km Wettkampf gut ins Konzept. Die Anfahrt nach Unterschleissheim verlief auch ohne Navi reibungslos. Parkplätze standen rund um den Start/Zielbereich genügend zur Verfügung. So konnte man in aller Ruhe seine Startunterlagen abholen, sich umziehen, checken, was man anzieht und noch etwas essen und trinken.
Der erste richtige Straßenlauf für dieses Jahr – ich war gespannt. Da auch Mannschaftswettbewerbe ausgerufen waren, versammelten sich hier die Cracks der Leichtathletikclubs aus ganz München samt oberbayerischem Umland, aber auch eine Menge Freizeitläufer/innen, eine Menge Kids und Eltern und Anwohner. Die Kinder hatten mit ihrem Wettkampf, der auch als Schulwettbewerb ausgeschrieben war, ihren großen Auftritt nach uns Erwachsenen. Somit hatten die Organisatoren geschickt alle eingebunden. Die Eltern waren am ersten Ferientag beschäftigt und begleiteten ihre Kinder. Die wiederum durften sich den 10 Km – Lauf gemeinsam mit ihnen ansehen und zusätzlich mit den Anwohnern des Wohnviertels, durch das sich der Lauf schlängelte, als lautstarke Kulisse fungieren. Bei allen fünf Runden wurde man irgendwo angefeuert. Da macht es richtig Spaß. Der Zieleinlauf war genial ausgestaltet. Ein Spalier von Hunderten von Zuschauern, die einen ziemlichen Lärm veranstalteten, Kinder, die alle abgeklatscht werden wollten, dann hinein in die Einkaufspassage des IAZ Kaufland und ab durchs Ziel.
Diesmal hatte ich meine Uhr nicht nur am Arm, sondern mir fest vorgenommen, auch nach jedem Kilometer draufzuschauen. Die äußeren Bedingungen waren bis auf die heftigen Windböen gut. Beim Start war die recht breite Straße sehr hilfreich. Man musste nicht allzu viel Slalom laufen. Kilometer eins und Runde eins ging ich wie so oft etwas zu schnell an. In Runde zwei war der Rhythmus schon besser. Runde drei – warum tue ich mir das eigentlich an? Ich wusste dann aber bald ziemlich genau, wann wo die Windböen herkamen und wo man sich für ein paar Meter erholen konnte. Runde vier – ich erwischte eine ganz gute Gruppe, die harmonierte. Runde fünf – ich erwischte eine noch bessere Gruppe und blieb dran. Die letzten 300 Meter durch die vielen Zuschauer hindurch mobilisierten dann noch mal die letzten Reserven.   
Wenn die Veranstalter mit insgesamt 390 Läuferinnen und Läufern nicht einen neuen Teilnehmerrekord vermeldet hätten, wäre ich mit einer Zeit von 49:58, Gesamtplatz 224 und Platz 20(von 33) in meiner Altersklasse wohl noch negativ aufgefallen – und das, obwohl ich vormittags noch beim Haare schneiden war. Bei den grandiosen Zeiten, die hier gelaufen wurden, war jedes Gramm weniger wichtig und hat mir wohl meine Zeit gerettet. Und jeden Kilometer auf die Uhr zu schauen auch.


Mit besten Läufergrüßen

Norbert Buhr   

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